Weiss/Pfeiffer: G20 mit wegweisenden Beschlüssen zur Unterstützung der Entwicklungsländer

Der Gipfel in Hamburg bekennt sich mit einer Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung der Agenda 2030.

Am Wochenende hat der G20-Gipfel in Hamburg wichtige Maßnahmen für die armen Entwicklungsländer beschlossen. Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sabine Weiss, und die entwicklungspolitische Sprecherin, Sibylle Pfeiffer:

Weiss: „Die gewalttätigen Ausschreitungen beim G20 Gipfel dürfen nicht dazu führen, dass die Vielzahl konkreter Beschlüsse der Gipfelpartner zur gerechten Gestaltung der Globalisierung unbeachtet bleibt. Die G20 haben sich prominent zur Umsetzung der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung bekannt und dabei wichtige Akzente gesetzt. So sollen z.B. die Bemühungen um die Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten auf der Grundlage internationaler Vereinbarungen wie der Internationalen Arbeitsorganisation gestärkt werden. Kinderarbeit soll bis 2025 beseitigt werden. Im Gesundheitsbereich werden die Bemühungen zur angemessenen Finanzierung globaler Gesundheitsinstitutionen wie der Weltgesundheitsorganisation verstärkt. Das Ziel der Ausrottung von Kinderlähmung (Polio) wurde bekräftigt. Im Bereich der Klimapolitik wurden die Ziele zur finanziellen Unterstützung der Entwicklungsländer bekräftigt. Infolge des Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ist dies von besonderer Bedeutung. Die G20 zeigen mit diesen Beschlüssen, dass sie nicht nur im Eigeninteresse handeln, sondern zentrale globale Fragestellungen, die fast alle Entwicklungsländer betreffen, konstruktiv aufgreifen.“

Pfeiffer: „Die vereinbarten Reformpartnerschaften der G20 mit der Elfenbeinküste, Äthiopien, Ghana, Marokko, Tunesien, Ruanda und Senegal stellen eine neue Qualität der internationalen Kooperation dar. Unter Einbeziehung der Afrikanischen Entwicklungsbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank haben wir ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, um Wirtschaftswachstum anzuregen und damit mehr Arbeitsplätze und Einkommen zu bekommen. Das wird für die Zukunft Afrikas zentral sein und widerlegt eindrucksvoll die Behauptung der G20-Gegener, dass man über die übrigen Staaten der Welt hinwegregiere

Die Bekämpfung des Hungers und Ernährungssicherung gehen in Afrika Hand in Hand mit Ressourcenschutz wie der Verfügbarkeit von Wasser. Auch die G20-Initiative zur Schaffung von 1,1 Millionen Jobs in einer nachhaltigen Landwirtschaft bis 2022 ist ein zentrales Ergebnis. Die Unterstützung von Frauen als Unternehmerinnen ist ein Schlüssel für die Zukunft Afrikas. All diese Initiativen werden bei richtiger Anwendung Einfluss auf die Migration haben. Dass sich die G20 gemeinsam mit der UN kontinuierlich dieses so wichtigen Themas annehmen wollen, halte ich für die zentrale Absichtserklärung des Gipfels. Die Ordnung von Migration bleibt die Aufgabe unserer Generation.“

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